Mustangs Arizona

Tierbestände und Behörden

Wildpferde- und Eselpopulationen werden von verschiedenen Instanzen in den Vereinigten Staaten verwaltet. Das BLM (Bureau of Landmanagement) ist dabei für die Mehrheit der Bestände verantwortlich.
Heute leben wilde Mustangs und Burros in Kalifornien, Arizona, New Mexico, Nevada, Utah, Colorado, Idaho, Wyoming, Montana, Oregon sowie in North Carolina und Maryland. Selbst auf Hawaii und den Bahamas sind die Tiere in freier Wildbahn zu finden.  

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Das BLM ist eine Behörde, die mehr Wildpferde und -esel als alle anderen Ämter zusammen, verwaltet. (siehe Karte) Gemeinsam mit dem Forest Service ist das BLM für das Management der Bestände auf öffentlichen Land zuständig und somit häufig für die Durchführung der Round-ups verantwortlich.

Allerdings sehen sich die Methoden dieser Verwaltung harscher Kritik gegenüber. Das „Wild Horse and Burro– Program“ des BLM wird darum heute äußerst kontrovers diskutiert. Seine inhumane Vorgehensweise im Umgang mit den Tieren, die „Hals über Kopf-Praktiken“, welche das Überleben, der noch verbliebenen Herden in der Wildnis, in Frage stellt, sowie die Tatsache, dass aktuell weit mehr Mustangs in Gefangenschaft leben als in freier Wildbahn, stürzen das Programm in ernsthafte Schwierigkeiten.

Falls das BLM weiterhin scheitert die wilden Pferde und Esel, als fest integrierten Bestandteil öffentlicher Ländereien, zu schützen, werden die Vereinigten Staaten das Symbol ihres amerikanischen Westens für immer verlieren.

United States Forest Service (USFS)
Der Forest Service verwaltet 37 Wildpferd- oder Burro/Esel Gebiete in Arizona, Kalifornien, Nevada, NewMexico, Oregon und Utah. Der Forest Service koordiniert, zusammen mit dem BLM, die Verwaltung der angrenzenden Areale sowie die Beseitigung von wilden Pferden und Eseln, abhängig von den Kapazitäten ihrer Flächen.
Doch die Tierbestände auf USFS Land sind eher klein. (siehe Karte)
(Hinweis: unter USFS Management werden die Bereiche als "Territory" bezeichnet, ein „Wildpferd Territory“ ist abgekürzt somit ein WFT, ein „Wildburro(Esel)Territory - ein WBT.

Bestände:

  • Big Bear WBT/Kalifornien: ca 60 Burros
  • Big Creek Territory/Utah: ca 13 - 25 Pferde
  • Jicarilla/NewMexico:       ca 50 - 105 Pferde
  • Devils Garden/Kalifornien: ca 305 Pferde

National Park Service (NPS)

United States Fish and Wildlife (USFWS)

Nevada Department of Agriculture (NDoA)
Trotz des Wild Horses and Burro Acts von 1971 fallen längst nicht alle Mustangs und Wildesel unter dessen Schutz. Einige dieser Tiere befinden sich auf der Virginia Range, die vom NdoA verwaltet wird. Das Revier der Virginia Ranger Herde umfasst eine ungefähre Größe von 283769 Acres. Ein Großteil des Geländes befindet sich davon in Privatbesitz.

Die eingefangenen Tiere der Virginia Range werden zum Verkauf angeboten und landen auf Auktionen. Wie häufig dann mit ihnen weiter verfahren wird, entdeckte Velma Johnston 1950. Unter dem Namen „WildHorseAnnie“ bekannt, war sie die erste Frau in den USA, die die Verfahrensweise mit Amerikas wilden Pferden und Eseln öffentlich in Frage stellte und sich gegen ihre Vernichtung wehrte.

Sie folgte einem, von der Virginia Range kommenden Pferdetransporter, da aus diesem Blut tropfte. Letztendlich wurde Velma Zeugin, wie der LKW auf einem Schlachthof die Pferde ablud und dabei ein Tier zu Tode getrampelt wurde. Nach dieser Erfahrung begann WildHorseAnnie Maßnahmen zu ergreifen. Ihr ist es zu verdanken, dass 1971 ein Gesetz, der „Wild Free Roaming Horse and Burro Act“, zum Schutz der Tiere durchgesetzt wurde.

Quelle: Wild Horse Education/ Fotos: Laura Leigh