Lösungen

files/blueeye.JPGSelbstregulierung der Bestände

WH Advocates plädieren für ein Management, das den Herden die Selbstregulierung erlaubt. Dazu setzen sie auf das Wiederansiedeln, des in weiten Teilen des Landes ausgerotteten Pumas. Aber auch der Wolf spielt für eine natürliche Bestandskontrolle eine entscheidende Rolle.

Zudem könnten, so die Notwendigkeit dazu besteht, Schutzzonen in der Wildnis eingerichtet werden, die von Wildpferden und Burros nicht erreicht werden. Dazu eignen sich beispielsweise entsprechend hohe Hecken, dichtes Buschwerk usw.

Dass dieses Konzept funktioniert beweist eine Wildpferdepopulation in Nevada. Seit rund 25 Jahren „verwaltet“ sich dort die Montgomery Pass Herde selbst. Der Bestand an Tieren hält sich konstant zwischen 150 – 200 Wildpferden. Forscher dokumentieren in wissenschaftlichen Studien die Erfolge eines „naturbelassenen“ Managements.

Aufgrund dieser langanhaltenden Ergebnisse ist und bleibt es insgesamt Ziel, einst funktionierende Ökosysteme zu renaturieren, in denen Mustangs und Wildesel neben zahlreichen Pflanzen- und Tierarten dauerhaft ihren Platz erhalten.

Ökotourismus

Damit solche Vorhaben dauerhaft funktionieren können, ist die Zusammenarbeit aller involvierten Parteien notwendig. WH Advocates suchen deshalb nicht nur das Gespräch mit den Behörden, sondern auch mit betroffenen Ranchern. Die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere auf den öffentlichen Ländereien der USA, ist für sie oft wenig profitabel, da die Gewinne kaum ausreichen, um eine Existenz als Landwirt sicher zu stellen. Somit wollen Wildpferdebefürworter vermehrt auf Ökotourismus setzen und interessierten Besuchern, die Mustangs und Wildesel in ihren natürlichen Lebensräumen präsentieren. Das wiederum würde eine Zusammenarbeit mit Ranchern, Behörden und der Reisebranche voraussetzen, die momentan und in einem entscheidenden Umfang noch nicht gegeben ist.


Bestandskontrolle durch Einsatz von Kontrazeptionsmittel

files/nursing foal.JPGDort, wo Bestände zu explodieren drohen, weil natürliche Fressfeinde (wie zB. der Puma) nicht mehr vorhanden sind, kann der Einsatz von Medikamenten zur Verhinderung von Trächtigkeiten sinnvoll sein. Das Mittel der Wahl ist dabei das sogenannte Porcine Zona Pellucida Vaccine, kurz PZP.

PZP wird einmal pro Jahr per Injektion (zb. Dartpfeil) in den Muskel des jeweiligen weiblichen Tieres appliziert und hemmt die Befruchtung des Ei´s durch das Spermium.

PZP wird weit verbreitet- und bei zahlreichen Tierarten zur Bestandskontrolle verwendet, dennoch ist seine Anwendung und Wirkung teilweise umstritten. Die Humane Society of the Unites States (HSUS) arbeitet, zusammen mit Wissenschaftlern, an Programmen, die den sinnvollen und tiergerechten Einsatz von PZP sicherstellen sollen.