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BLM muss sich erneut vor Gericht verantworten

2013-11-28 20:47

Die Mustangschutzorganisation „Wild Horse Education“ setzt ihren Kampf um den Erhalt von Amerikas wilden Pferden fort. Präsidentin Laura Leigh und ihr Anwalt Gordon Cohan bereiten sich auf die nächste Anhörung vor Gericht Anfang Dezember vor.

Einmal mehr werden die Geschehnisse und Folgen des Calico Round-ups in den Jahren 2009/2010 verhandelt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Leigh, welche zusätzlich erfolgreich für das Horseback-Magazine schreibt, vor Ort, um das Abtreiben der Mustangherden zu dokumentieren. Anschließend folgte sie dem Transport der Pferde in das Palomino Valley Center, wo die Tiere in den sogenannten Holdingfacilities des BLM (Bureau of Landmanagement) untergebracht werden. Dort filmte sie ein Fohlen, dass durch den erheblichen Stress, den ein mit Hubschraubern durchgeführter Round-up verursacht, verendete. (TheMustang berichtete)

Die Veröffentlichung der Fotos, die das sterbende Fohlen zeigten, hatte allerdings für Leigh Folgen. Seit mehr als 3 Jahren kämpft nun die Journalistin, neben ihren Bemühungen zum Erhalt der Mustangs und Wildesel, für ihr Recht als US-Bürgerin auf Pressefreiheit. Den Mund verbieten lässt sie sich nicht, auch nicht vom Staat, wird sie zitiert. Zudem habe die Allgemeinheit das Recht zu wissen, was mit ihren Wildpferdeherden auf den öffentlichen Ländereien passiert.

verendetes Fohlen nach Round-up 2009/2010

Mittlerweile ziehen Leighs hartnäckigen Klagen gegen das Bureau of Landmanagement Aufmerksamkeit auf sich – national wie international. Mehr als 15 Organisationen verbanden sich mit der Wild Horse Education-Präsidentin allein im andauernden Calico-Fall.

Laura Leigh hofft nun, dass die im Dezember stattfindende Anhörung dennoch die Letzte ist. „Ich bin zuversichtlich, dass der Fall endlich zu dem Ergebnis kommt, dass die grundlegende Verfassungsprämisse „Das Volk hat ein Recht auf Transparenz“ geschützt ist“, erklärt sie. „Wir verhandeln hier weder Militärgeheimnisse noch Fragen der nationalen Sicherheit. Ich versuche nur die Geschichte der Wildpferde und -esel zu erzählen und wie sie vom Staat gemanagt werden. Es war eine absurde Schlacht zu dokumentieren, was wirklich passiert ist und ich hoffe dringlichst, dass ich endlich mit meiner Arbeit in einer sinnvollen Art und Weise fortfahren kann.“

Quelle: WHE

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