Nachrichten

Die letzten 100

2013-10-28 16:29

sheldon10-24Am 24. Oktober bekam die Öffentlichkeit, im Rahmen eines „Puplic Observation Day“, die Möglichkeit, sich die eingefangen Wildpferde der Sheldon Wildlife Refuge/Nevada in den Auffangstationen (besser bekannt als Holding - facilities) anzusehen.
Insgesamt, so berichtet Laura Leigh von der Organisation Wild Horse Education, sollen sich dort ca. 415 Mustangs in Gefangenschaft befinden. Zugang gewährte man Laura Leigh und ihrem Team allerdings nur zu den letzten 100 Tieren.

In naher Zukunft sollen auch diese Pferde Händlern zugeführt werden. Unter diesen befindet sich erneut die Firma J&S aus Mississippi, welche in der Vergangenheit Schlagzeilen durch unangemessenem Umgang mit Wildpferden machte. (Siehe Berichte: „Das Verschwinden der Pferde von der Sheldon National Wildlife Refuge“ und: „Unterstützung gesucht – Treffen Sie Stan Palmer

Zeugen zeigten das Unternehmen an, nachdem Wildpferde von J&S Mitarbeiter misshandelt wurden und von Sheldon verschwanden. Sheldon Wildlife Refuge reagierte und ermittelte. Der Verantwortliche vor Ort, John Kasbohm, bestätigte anschließend die Aussage der Kläger.

Trotz der Beweise fährt Sheldon fort, Pferde an J&S zu verkaufen. Weitere gerichtliche Schritte seitens besorgter Bürger folgten. Der Grund: Wildpferde und -esel sind auf öffentlichen US-Ländereien (Public-Lands) durch den „Free Roaming Wild Horse and Burro Act“ gesetzlich geschützt, ebenso ist der Allgemeinheit, festgelegt durch den „First Amendment“, Zugang zu den Tieren zu gewähren, um sich sowohl ein Bild vor Ort machen zu können als auch die Möglichkeit zu erhalten, Wildpferde und -esel zu adoptieren.
Die staatliche Behörde Fish- and Wildlife Service (FWS), ein Geschäftsbereich der DOI (Department of Interior), verwaltet Sheldon Wildlife Refuge und ist somit auch für den Schutz seiner Wildpferde verantwortlich.

Deshalb ließ Sheldon am 24. Oktober einen „Observation-day“ zu, um vor Gericht zu beweisen, dass man sowohl der Öffentlichkeit Zugang zu den Pferden gewähre als die Tiere auch versorge.

Laura Leigh berichtet: „Da es keine früheren Beobachtungsmöglichkeiten gab, konnten wir nicht sehen, inwiefern die dortigen Mustangs betreut werden. Alles, was wir zu diesem Zeitpunkt bestätigen können ist, dass zumindest den Tieren, die wir sehen durften, Wasser und Rauhfutter zur Verfügung stand. Sheldon gab keine weiteren Infos zu den Pferden raus.“

Aufgrund unzähliger Nachfragen hat Wild Horse Eduction Bild- und Videomaterial zusammengestellt, um die derzeitige Situation der letzten 100 Tiere zu dokumentieren. Ihre Zukunft ist nach wie vor ungewiss, die Gerichtsfälle diesbezüglich dauern an.

 

Zurück