Nachrichten

Fracking – das Ringen um Amerikas Wildpferde und deren Lebensräume geht weiter

2013-07-18 09:38

Die Hoffnungen vieler WH-Advocates waren groß, dass die neue Innenministerin der Vereinigten Staaten Sally Jewell positive Veränderungen im Wildpferdemanagement forciert und durchsetzt.

Wichtigste Grundlage, für eine nachhaltige Verwaltung von Wildpferden und -eseln, ist hierzu die Erhaltung ihrer Lebensräume, damit nicht nur sie, sondern alle wildlebenden Spezies bestehen können. Das ausgedehnte Fracking (Öl- und Gasförderungsmethode) plus die Planung neuer Gewinnungsprojekte, stehen dabei entscheidend der Bewahrung noch intakter Natur im Weg. (Eine deutschsprachige Zusammenfassung über das Fracking befindet sich hier)
Zusätzlich berichtet die „Nation of Change“, dass die EPA/USA (U.S. Environmental Protection Agency) erlaubt, das durch Fracking kontaminierte Grundwasser für Wildtiere und landwirtschaftliche Nutztiere in Teilen der USA zu verwenden. (Artikel hier)

US-Innenministerin Jewel wurde in der Vergangenheit von unzähligen BürgerInnen gebeten, bei der am 17.07.2013 stattgefunden Anhörung vor dem House Natural Resources Committees, sich nicht nur für die Erhaltung der Wildpferde auszusprechen, sondern auch auf die Gefahren des Frackings hinzuweisen und dagegen zu handeln.

Wild Horse Educations Vizepräsidentin Marta Williams berichtet (Auszug): Innenministerin Jewell schließt ihre Aussage vor dem House Natural Resources Committee ab. Dabei zeigte Jewell wenig Engagement im Hinblick auf Umwelt erhaltende Angelegenheiten.
Das Fracking war dabei Hauptthema, allerdings sagte Jewell aus, dass es diesbezüglich keinen Anlass zur Beunruhigung gäbe. Bisher existieren weder Beweise für eine Verschmutzung des Grundwassers durch die Folgen des Frackings noch, dass durch diese je jemand zu Schaden gekommen oder daran gestorben wäre.

Hierzu möchten wir auf die Dokumentation „Gasland 2“, auf den Bericht „The Growing Evidence of the Threat of Fracking to the Nation’s Groundwater“ sowie auf den Artikel „Wildlife Impacts“ verweisen. Einmal mehr werden hier die Gefahren des Frackings nahegelegt und aufgezeigt, dass diese Förderungsmethode Grundwasser verschmutzt und somit nicht nur Menschen oder landwirtschaftliche Nutztiere beeinflusst, sondern zusätzlich Wildpferde und -esel, Wildtiere im Allgemeinen und natürlich die Landschaft, in der sie leben, in ihrer Erhaltung gefährdet.

Nach der Anhörung bleibt somit zu vermuten, dass auch die neue US-Innenministerin generell das Fracking unterstützt und deshalb weiterhin Wildpferde und -esel bedroht sind. Dennoch war es gut, dass der Druck der Allgemeinheit aufgrund des Frackings auf Jewell erhöht ist und bleibt. 

 

 

 

Zurück