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BLM vor Gericht

2013-05-31 08:36

Worum geht es?
files/inhaltbilder/bilderrounduplaura/galerie/Horse being hit by a helicopter.jpgWild Horse Education filmte 2011 den, vom BLM durchgeführten, Round-up im Triple B & Jackson Mountain Complex. Das Videomaterial dokumentiert den Umgang des BLM-Teams mit den Tieren. Wild Horse Education klagt vor Gericht die inhumanen Verfahrensweisen des BLM an, welche gegen das Wild Horse and Burro Schutzgesetz von 1971, verstoßen.

Darunter fallen ua: der Einsatz von stromführenden Viehtreibern bei Fohlen und tragenden Stuten; Tritte gegen die Köpfe der Pferde; Fohlen, die bis zur Erschöpfung von Helikoptern getrieben werden; Mangel an Wasser für die Tiere und die Dokumentation eines Pferdes, das von einem Hubschrauber über 10 Minuten verfolgt- und letztendlich von den Kufen des Helikopters getroffen wird.

(Reno/NV) Anwälte der Non Profit Organisation Wild Horse Education und des BLM, diskutieren vor Gericht tierquälerische Verfahrensweisen eines BLM - Teams beim Triple B und Jackson Mountain Round-up 2011.

Der, das BLM vertretende Staatsanwalt aus Washington, DC, wies darauf hin, dass das BLM nur verpflichtet sei, Unterlagen über die Entscheidung, die Tiere zu entfernen, preisgeben müsste, nicht aber, wie die Tiere behandelt werden.
Danach bat er das Gericht, das, von Laura Leigh, Präsidentin der Organisation Wild Horse Education, erstellte Material, über den Umgang mit den Tieren (Tagesberichte über die Round-ups, Berichte über die Behandlung der Tiere nach dem Einfangen, Tierarztbefunde ect), nicht zuzulassen.

Gordon Cowan, Anwalt von Leigh, erinnerte das Gericht daran, dass dieser Fall seit August 2011 behandelt wird und erneut die inhumane Behandlung der Tiere und deren Konsequenzen anklagt, welche gegen das Wild Free Roaming Horse and Burro Gesetz, das zum Schutz der Tiere 1971 erlassen wurde, verstoßen.

Zusätzlich informierte er das Gericht über einen weiteren angekündigten Round-up des BLM, welcher erneut im Triple B & Jackson Mountain Gebiet stattfinden soll und der zur Bedingung stellt, der Öffentlichkeit keinen Zugang zu gewähren.

Das Gericht vertagt den Fall bis zum 10. Juni 2013. Bis dahin müssen neue Unterlagen von allen Parteien eingereicht werden.

Wünscht das BLM, dass der Fall zu seinen Gunsten der Behörde entscheiden werden soll, muss die Behörde Unterlagen einreichen, die beweisen, dass Leigh keine Rechte besitzt, die Angelegenheit vor Gericht zu bringen. Leigh und ihr Anwalt können dagegen bis 13. Juni Widerspruch einlegen.

Laura Leigh zeigt sich mittlerweile nicht mehr überrascht, in welcher Art und Weise BLM Anwälte vor Gericht argumentieren. Der Fall wird seit rund zwei Jahren hin und her diskutiert, obwohl die Beweise, über den Umgang des BLM mit den Tieren, in Bildern und Videos festgehalten wurden und somit auf der Hand liegen. Leigh dazu: „Wenn es nicht so traurig wäre, weil Pferde dabei verletzt werden und sterben, könnte man das alles fast als Witz bezeichnen.“

Wild Horse Education hat das BLM auch in einem weiteren Fall von Tierquälerei angeklagt.

Quelle: WHE

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